So, ihr Lieben. Hier folgt nun also unser neuester Bericht:
Unseren ersten Langstreckenflug von London bis nach Hong Kong haben wir ganz gut verkraftet. Wir wurden rundherum gut versorgt, konnten Filme gucken und Musik hören, immer wieder die tolle Aussicht aus dem Fenster genießen, schlafen und sogar beide ein bißchen arbeiten. Weil die Landschaft draußen so schön und wir so beschäftigt waren, sind wir kaum zum Schlafen gekommen. Dementsprechend müde waren wir dann bei unserer Ankunft. Nachdem wir unser Gepäck wieder hatten sind wir mit dem Bus in den geschäftigen Nord-Stadtteil Kowloon gegondelt, wo wir über das Internet unser Hostel reserviert hatten.
Die Temperaturen hier haben uns fast erschlagen! Nach dem kalten, regnerischen London wurden wir hier von 29°C und 80% Luftfeuchtigkeit empfangen. Man kommt aus dem Flughafen und läuft wie gegen eine Wand! Die Luftqualität ist nicht besonders gut - es riecht hier wie in vielen südlichen Ländern stark nach Abgasen. Ich glaube von Kat haben die hier noch nichts gehört. Über der Stadt hängt immer eine bräunlich-graue Smogwolke, weshalb man auch nur bei Nacht einen guten Blick vom höchsten Punkt (Viktoria Peak, ca. 500 Höhenmeter) über die ganze Stadt haben kann. Die Leute hier haben sich an die schlechte Luft gewöhnt und einige tragen sogar einen Mundschutz Vielleicht auch wegen der Angst vor SARS. Wir haben gelesen, dass hier erst seit einigen Jahren ein gesteigertes Umweltbewusstsein erwacht ist. Um das bei der Bevölkerung auch durchzusetzen verhängt die Regierung drakonische Strafen für Luft- und Umweltverschmutzer. Rauchen in der U-Bahn kostet zum Beispiel 500€ und bis zu 6 Monate chinesisches Gefängnis. Ausspucken und die Landschaft vermüllen ist noch teurer!
Während der Busfahrt vom Flughafen haben wir schon viele Hochhäuser gesehen, aber als wir dann ausgestiegen sind, waren wir ziemlich geschockt. Die Stadt besteht eigentlich nur aus Wolkenkratzern, extrem hohen und mittelhohen. Was drunter gibt es nicht! Alles ist künstlich angelegt worden – die Stadt nicht älter als 100 Jahre. Was hier als „alte“ Sehenswürdigkeit aus der Kolonialzeit angepriesen wird, würde bei uns oder zum Beispiel in London überhaupt keine Erwähnung finden. Es gibt hier definitiv keine Überbleibsel von früher! Keine alt-chinesische Innenstadt mit fliegenden Dächern, keine kleinen Brücken über einen Fluß und keine barfüßigen Chinesen mit Strohhüten auf dem Kopf! - Überall Straßen, Beton, Hochhäuser, und Menschen. Menschen – so viele, dass man Platzangst kriegen kann. Wir sind also aus dem Bus ausgestiegen und auf einer der großen Straßen in Kowleen gestanden. Der Stachus am Wochenende ist nichts dagegen, wie es hier zugeht. Überall wuseln kleine, gelbliche, schlitzäugige Asiaten mit dunklen Haaren herum, die ein seltsam-unverständliches Kauderwelsch sprechen. Die neuste Mode ist hier: superkurze Hotpants und dazu lange Winterstiefel. Warum man bei diesen Temperaturen Stiefel trägt weiß ich nicht... Wir ragen hier wie die Riesen aus allen heraus. Alle gucken uns an – denn man sieht nur vereinzelt einen Europäer. Vor allem der Leo wird von kleinen Kindern mit großen Augen angestarrt!
7 Millionen Einwohner leben hier auf engstem Raum Tür an Tür zusammen. München ist wirklich ein Dorf gegen das hier (und ich fühle mich schon in München oft so eingesperrt ...). Da so wenig Fläche zur Verfügung steht, wird durch Landgewinnungsmaßnahmen neuer Bau- und Wohnraum geschaffen. Auch der Flughafen liegt auf so einer künstlichen Insel. Das Wachstum der Stadt passiert aber vorwiegeend in die Höhe. Es geht scheinbar nur darum so viel Platz wie möglich zu schaffen – egal wie.
Meiner Meinung nach besitzen die Hong Kong’er nicht so viel Gespür für Schönheit und Ästhetik, wie die Leute an anderen Orten. Hier wird alles aus Beton gemacht! Häuser, Straßen, Wandertrails im Naturschutzgebiet, sogar Parks (sind in der Regel betonierte Plätze mit einigen eingezäunten Bäumen – meistens sind diese „Erholungsorte“ direkt unter irgendeinem Autobahnzubringer). Auch rituelle Gräber und Tempel mitten im Wald werden komplett aus Beton gegossen. Um Erdrutsch auf den „Naturinseln“ zu verhindern werden alle Schrägen mit Beton geflutet – es ist wirklich schrecklich. Man könnte gerade auf den Inseln so tolle Tempel und Anbetungsstätten aus natürlichen Materialien bauen. Das meine ich, wenn ich von fehlender Ästhetik spreche...
Hong Kong ist so fleißig im Leuchtreklame-Aufhängen, dass einem die Augen schmerzen wenn man durch die abendlichen Straßen geht. Sie ist vor allem ineffektiv. Der eigentliche Zweck der Leuchtreklame ist ja, dass sie auf ein Geschäft oder Restaurant oder ähnliches aufmerksam macht. Da sie aber in solchen Massen montiert werden, sieht man eigentlich gar nichts mehr. Es ist nachts taghell – womit wir wieder bei der Ästhetik wären ... naja, ist eben alles Geschmackssache.
Die U-Bahn hier ist sehr modern und fährt manchmal sogar von selbst – das heißt, ohne Fahrer. Die Bahnsteige sind mit Glasscheiben verkleidet und genau dort wo die U-Bahn-Türen öffnen, öffnen sich auch die Türen in den Glasscheiben. So kann niemand vor die U-Bahn fallen... wirklich sehr praktisch.
Auch unser gebuchtes „Red Dragon Hostel“ war nach dem schönen „Hootananny“ in London sehr schockierend! Natürlich liegt es im 7. Stock eines 17-stöckigen Hochhauses. Unser Zimmer ist miniklein mit geschätzten 7qm Fläche. Es ist von oben bis unten gekachelt (nur an der Decke wird immer wieder eine neue Tapete auf die alte tapeziert, wenn diese mal wieder durchgeschimmelt ist) und hat kein Fenster, nur eine liebevoll angebrachte Neonröhre als Lichtquelle und eine Klimaanlage mit Ventilator um dem Erstickungstod der Bewohner vorzubeugen. Die Betten haben Chinesenlänge – die Füße hängen unten raus, aber das ist ja nicht so schlimm. Viel schlimmer ist, dass die Bettwäsche vielleicht einmal im Jahr gewechselt wird und wir allerlei Haare und Flecken auf unseren Betten vorfanden. Glücklicherweise haben wir aber unsere Hüttenschlafsäcke dabei und mußten nicht in dem ekeligen Bettzeug schlafen. Nur gegen die Wanzen und Flöhe half der Schlafsack leider nicht ... :-(
Zum Glück haben wir FlipFlops dabei – hier gibt es nämlich auch keine Klobürstenhalterungen sondern die Bürste steht einfach auf dem Boden in der Ecke. Und wenn man dann duscht, steht man mit den Füßen im Klobürstensiff ... ziemlich widerlich! Meine erste Tat war, die Klobürste in eine Tüte zu packen, weil anscheindend nur ich so zimperlich bin. Die anderen Gäste sind vollauf zufrieden. :-)
Vor allen Wohnungen stehen kleine Hausaltäre mit stinkenden Räucherstäbchen und anderen Opfergaben wie Obst oder Gemüse. Überhaupt sind die Gerüche hier sehr gewöhnungsbedürftig. Direkt neben dem Eingang zu unserem Hostel ist so ein Straßenessensstand, dessen Düfte (leider) durchs ganze Haus ziehen. In unseren 5 Tagen Aufenthalt habe ich nicht herausfinden können, was die da genau braten – aber vielleicht ist das auch besser so. Ihr Frittierfett wechseln sie aber allerhöchstens einmal pro Monat...
Es gibt lauter solche Straßenstände, die komische Essenssachen verkaufen. Da sind zum Beispiel Lädchen, die „Knabbereien“ anbieten. Nur dass das hier andere Sachen sind als bei uns. Da gibt es kleine getrocknete Fischchen am Stück, getrocknete Innereien, getrocknete Muscheln, geschredderte Trockenfische, geschreddertes Trockenfleisch, Hühnerfüße und überhaupt alles was das Chinesenherz begehrt. Wir haben von diesen Sachen gebührenden Abstand gewahrt, kein Leitungswasser getrunken, nur Schälobst gegessen, ... und anscheinend alles richtig gemacht, denn unseren Mägen geht es prächtig!
Unser tägliches Frühstück ist Nutella mit wabbeligem Weißbrot (unsere Zähne langweilen sich schon!) und Bananen. So viele Bananen wie in den letzten vier Tagen hab ich, glaube ich, in meinem ganzen Leben noch nicht vertilgt. Wir haben aber durchaus versucht uns regional kulinarisch weiterzubilden und dazu einige Selbstversuche unternommen. Einmal haben wir vietnamesisch gegessen – ein typisches Nationalgericht: frisches Gemüse und Salat mit kalten Reisnudeln gemischt, dazu gegrilltes Schweinefleisch und eine scharfe, kalte Chilisoße. Es war sehr, sehr lecker und mein absoluter kulinarischer Höhepunkt in Hong Kong.
Auch einen neuerlichen Dim Sum-Versuch haben wir gewagt (siehe London – Chinatown). Wir haben uns genau informiert, welche Restaurants das anbieten, wo es gut und günstig ist und vor allem was man da genau isst. Dim Sum sind kleine Häppchen – warm oder kalt – in kleinen Bambuskörbchen, von denen man bis zu 10 verschiedene Sorten bestellt und dann in Soßen getunkt verspeist. In jedem Körbchen sind 3-5 solcher Kleinigkeiten. Frohen Mutes und mit heroischen Gefühlen sind wir also in so ein Restaurant spaziert – und waren erstmal wieder entsetzt weil das Dim Sum-Angebot nicht dem entsprach, was wir uns erhofft hatten. Es gab ganz viele Sachen, deren Beschreibung wir mit unserem Wörterbuch nicht übersetzen konnten und uns dann auch nicht getraut haben diese zu bestellen. Dann waren da einige Gerichte, deren Inhalte wir übersetzen konnten und sie deshalb nicht bestellen wollten. :-) (Leber, Kutteln, Hühnerfüße und so weiter). Schließlich haben wirs gewagt und folgendes gegessen: Gebratener Wasserkastanienpudding (war nicht so gut), mariniertes Schweinefleisch und Shrimps in Teig gebacken (sehr lecker!), Schweinefleisch mit Zwiebeln in gesalzenem Hefeteig gebacken (auch sehr gut!), Wan Tan’s (sehr gut!) und salziger quark in fadem Bohnenwasser (nicht so toll ... Übersetzungsfehler unsererseits). Ich fand’s gar nicht so schlecht, Leo war aber nicht so begeistert und vor allem noch hungrig! Also mussten wir danach noch zum Burger King gehen ... (ist hier übrigens sehr günstig!) :-)
Unser Reisetagebuch von dieser Woche:
- Do, 6.11.: Heute sind wir in Hong Kong gelandet – todmüde, völlig erschlagen von den Temperaturen und überfordert mit den vielen neuen Eindrücken. Unsere zwei großen Wünsche: Duschen und ins Bett – Schlafen. Aber einmal müssen wir doch nochmal „um den Block“ gehen. Ich meine: Hey, wir sind tatsächlich in Hong Kong. Kannst du glauben, dass wir jetzt schon so weit von zuhause entfernt sind? Dass das Leben sowohl hier wie auch dort weitergeht
- Fr, 7.11.: Wir haben Mong Kok erkundet. So heißt unser Stadtteil im Bezirk Kowleen. Hong Kong besteht aus Kowleen (liegt auf dem Festland), den New Territorries (noch weiter im Norden – dahinter kommt die chinesische Grenze), Hong Kong Island (der eigentlichen Hauptinsel, die durch Brücken, Fährverkehr und U-Bahn mit Kowleen verbunden ist) und einigen anderen Inselchen (z.B. Lantau, Chiang Chau, Lamma, ..). Hier gibt es ganz viele Straßenmärkte. Zuerst haben wir den Blumen Market gesehen mit vielen tollen Orchideen und anderen schönen Blumen. Ich hätte gerne welche gekauft ... und danach den Goldfish-Market. Im Feng Shui ist Wasser eines der fünf wichtigen Elemente. Und da man in einem Hochhaus so schlecht Seen in der Wohnung haben kann, genügt auch ein einfaches Goldfischglas. Die Fische sind in wassergefüllten Plastiktüten „abgepackt“, die an den Geschäften hängen. Die Leute suchen sich dann einen Fisch nach ihrem Geschmack aus. Anschließend sind wir zum Birds-Market gewandert. Hier gibts Vögel in allen Größen und Formen. Ich weiß nicht, ob das Halten eines Vögelchens auch was mit Feng Shui zu tun hat ... einige von den Armen werden bestimmt auch gegessen. Nach dem Ladies-Market (wo man mit meiner Größe eh nichts einkaufen kann) haben wir uns noch den Jade Markt angeschaut. Das eigentliche Highlight von Hong Kong gibt es kostenlos und jeden Abend um 20 Uhr an der Avenue of Stars. Diese Avenue ist das asiatische Pendant zum amerikanischen Walk of Fame. Sie liegt direkt an der Uferpromenade. Von hier aus hat man über das Meer eine tolle Sicht auf die beleuchtete Skyline von Hong Kong Island. Um 20 Uhr jeden Abend findet eine Licht- und Lasershow statt, die mit Musik begleitet wird. 33 Wolkenkratzer machen mit und es ist eine gigantische Stimmung...
- Sa, 8.11.: Wir fahren nach Hong Kong Island, weil im Reiseführer was von einem ehemaligen Fischerdorf steht. Ich bin Feuer und Flamme – endlich mal was richtig Altes und Naturbelassenes, Einfaches sehen ... Wir fahren also hin – und die Enttäuschung ist groß. Hier ist kein Fischerdorf. Keine einzige Hütte gibt es hier. Das gleiche Bild wie in der Mitte der Stadt – ein Hochhaus neben dem anderen – einfach schrecklich. Auch die großartig angepriesene „Golden Bahinia“ (ein mehrere Meter hohes Goldmonument) enttäuscht. Es sieht kitschig aus – wir hatten mehr erwartet. Wir fahren in den 43. Stock des China Bank Towers und genießen einen Rundblick über die Stadt. Von oben ist das alles viel schöner! Deshalb beschließen wir, auf den Peak zu fahren. Das ist die höchste Erhebung des Hong Kong Islands und man hat einen grandiosen Ausblick von dort. Bei Tag ist die Fahrt da hoch nicht zu empfehlen – es ist es einfach zu diesig hier, immer dieser Smog der über der Stadt hängt. Als wir oben sind, dämmert es gerade. Eigentlich wollen wir noch bis zum Gipfel hochlaufen, aber es gibt keine Beleuchtung und wir kennen den Weg nicht. – Zu riskant. Nicht dass wir doch noch überfallen werden. Es wird dunkel und die Stadt erstrahlt in ihrem Lichtermeer - was vorher trist gewirkt hat ist jetzt glamourös. Hoffentlich werden unsere Fotos was ...
- So, 9.11.: Mit der U-Bahn fahren wir nach Lantau Island. Wir wollen von Tung Chung einen Trail nach Mui Wo laufen - also die Insel einmal in ihrer Breite überqueren.
Dass dieser Trail existiert wissen wir, aber wo er beginnt ist uns ein Rätsel und so sprechen wir ein chinesisches Ehepaar im Wanderoutfit an... Sie sprechen leider nur chinesisch. Aber Mui Wo verstehen sie und machen uns begreiflich, dass wir ihnen folgen sollen – sie wollen auch da hin. Was wir uns an wildromantischer Natur und unberührten Wäldern vorgestellt haben, ist nicht in Erfüllung gegangen. Der Trail war – wie bereits oben erwähnt – vollständig aus Beton gegossen. Vom Einen zum anderen Ende der Insel. Das chinesische Paar war sehr lieb – der Mann hat immer wieder auf Besonderheiten am Wegrand aufmerksam gemacht und uns die umliegenden Inseln erklärt. Leider alles auf chinesisch. Das einzige chinesische Wort das wir verstanden haben ist „hai“ – das heißt „ja“. Es war also etwas schwierig... Alle Wälder der Insel wurden abgeholzt, es gibt hauptsächlich Gebüsch und niedrige Krautgewächse. Da keine Bäume mehr da sind, um den Boden vorm Rutschen zu bewahren, wurden an abschüssigen Stellen Betonmauern gegossen ... Auch hier haben wir wieder mitten in der Natur Betongräber und –tempel gesehen. Überall sind Früchte und Räucherstäbchen als Opfergaben. Der Glaube ist, dass die verstorbenen Angehörigen auch im Jenseits ein Leben wie hier weiterführen. Sie essen, schlafen, kaufen ein, versorgen ihre Kinder .. die Angehörigen diesseits sind dafür zuständig ihren Ahnen das Leben so angenehm wie möglich zu machen. Aus diesem Grund werden sogenannte „Hell Bank Dollars“ verbrannt, Jenseits-Geld, das man in speziellen Tempelshops kaufen kann. Man kann dort für seine Ahnen auch Kleider, Schuhe, Spielsachen und sogar Kühlschränke erwerben. Nach 3,5 Stunden Fußmarsch sind wir in Mui Wo angekommen. Von dort haben wir die Fähre nach Cheung Chau genommen und auf dieser winzigen Insel einen berühmten Tempel besichtigt. Die Tempel sind nicht so ehrfurchtsgebietend wie unsere Kirchen. Sie sind lieblos in Hochhäuser und Autobahnen eingebettet, oder wie in Cheung Chau mit einem riesigen, lauten und hektischen Sportplatz direkt vor der Tür. In Deutschland wäre das vor einer Kirche undenkbar. Leider war es schon zu spät am Abend und etwas kühl, so dass wir nicht mehr am Kwun Yam Wan Beach (Afternoon Beach) baden konnten. Es gibt da einen tollen Sandstrand und schöne Wellen. Und viele schöne Surfer! :-) Leo hatte sich schon den ganzen Tag auf das Wasser und das Schwimmen gefreut, aber als er das Schild gelesen hat auf dem steht, das seit Neuestem ein Hai-Netz installiert wurde um die Tiere von den Badenden abzuhalten, war er komischerweise nicht mehr so interessiert... Den Sonnenuntergang und die Dämmerung haben wir auf der südlichsten Spitze der Insel angeguckt. Hier gibt es die Cheung Po Tsai Cave – ein ehemaliges Piratenversteck. Es ragen 10 Meter hohe, rote Felsblöcke ins Meer hinein. Ich hoffe, man sieht es auf dem Foto – es war sehr schön!
- Mo, 10.11.: Unser letzter Tag in Hong Kong. Wir haben den Nan Lian Garden besichtigt – sehr schön, aber auch mal wieder sehr künstlich. Er wurde nach Tang-Dynastie-Vorbild nachgebaut, ist also auch nicht alt. Direkt darüber ist die Autobahn... Die letzte Sehenswürdigkeit in Hong Kong ist der Sik Sik Yuen Wong Tai Sin Tempel – einer der berühmtesten. Allerdings ist er auch nicht älter als 30 Jahre und aus Beton gegossen. Angeblich werden dort alle Wünsche erfüllt und dementsprechend viele Asiaten waren dort. Hier sind drei Religionen unter einem Dach vereint worden: Taoismus, Buddhismus und Confucianismus. Die fünf Gebäude sollen die fünf Elemente des Feng Shui symbolisieren. Wasser, Holz, Erde, Metall und Feuer. Vor dem Tempel gibt es ganz, ganz viele kleine Stände – die eine Hälfte davon sind Tempelshops, die andere Hälfte Fortune Tellers. Weissagen gehört hier zur Religion. Von Handlesen, Tarot und sonstigem Kartenlesen findet man hier alles mögliche...
Hier endet unser Bericht. Ich sitze im Flugzeug nach Neuseeland und freue mich bald am Ziel unserer Reise zu sein. Ich bin gespannt was uns erwartet.
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Hey, klingt ja fast so als hättet ihr schon den ersten Kulturschock erlitten? Kein Wunder bei der Menge an Beton, Leuchtreklame und asiatischem Kitsch. Meine sämtlichen Vorurteile über Chinesen wurden hiermit bestätigt und ich wundere micht jetzt erst recht nicht mehr, warum sie alle Neuschwanstein ( Was, man kann tatsächlich auch ohne Beton bauen?), das Glockenspiel am Marienplatz ( so viel Platz für die paar Leutchen hier?) und das leuchtende und blinkende Oktoberfest (Ist ja fast wie daheim...) so lieben... Nach dieser Großstadterfahrung werdet ihr Auckland und Neuseeland bestimmt noch viel mehr begrüßen und euch dort sicher ganz schnell wohl fühlen, oder? Ich freu mich schon auf die nächsten Nachrichten von euch! Liebe Grüße
AntwortenLöschenToller Bericht mit vielen Eindrücken. Grüßt mir Neuseeland.
AntwortenLöschenIch werde immer fleissig mitlesen.
Liebe Grüße, Antje
Hallo Ihr 2 !
AntwortenLöschenalso, ausführlicher geht die Berichterstattung wirklich nicht mehr ! das ist wirklich ein Abenteuer fürs Leben. Wir sind schon sehr gespannt auf Euren Bericht aus Neuseeland, wir denken täglich an Euch... haben übrigens Euer Flugzeug gesehen auf dem Weg nach London !!!
die besten Wünsche und bis bald vielleicht mal auf Skype ?!
MACHT ES GUT !!!
An alle lieben fleißigen Leser unserer Erlebnisse.
AntwortenLöschenWir hoffen sehr, dass es euch zuhause gut geht und alle wohlauf sind. Es ist sooo schön immer wieder Nachrichten, Mails und Kommentare von euch zu lesen! Wir freuen uns über jedes Lebenszeichen. So rücken wir ein Stück näher zusammen...
Hallöle ihr Zwei!
AntwortenLöschenNachdem jetzt endlich Feiertage sind hab ich auch mal Zeit mich durch Euren Blog zu lesen - mein Gott - wollt ihr daraus ein Buch machen? ;-) Echt klasse dass ihr Euch damit so viel Arbeit macht!
Noch eine kleine Anmerkungen zum Thema Toilettenbürste: Schon mal daran gedacht, dass diese vielleicht zum Rückenschrubben in der Dusche verwendet wird und gar keine Toilettenbürste ist ;-)) Liebe Grüße an Euch! Markus & Eva