Dienstag, 26. August 2008

Kirchliche Hochzeit



So - nun sind wir also "richtig" verheiratet! :-)
Für mich hat die kirchliche Trauung so viel mehr bedeutet als die standesamtliche. Wir haben wirklich einen wunderschönen und unvergesslichen Tag erlebt, an den wir uns immer gern zurück erinnern werden.

Schon mit dem Wetter hatten wir so viel Glück. Die ganze Woche war Regen für diesen Samstag angekündigt worden .. aber als ich morgens aufgewacht bin, habe ich aus dem Fenster geguckt und blauen Himmel mit strahlendem Sonnenschein gesehen. Im Lauf des Vormittags sind dann immer mehr Wolken dazugekommen, aber als der Leo mich gegen 11 Uhr zum Fotos machen abgeholt hat war es zum Fotografieren genau perfekt.

Um 13.30 Uhr begann die Trauung in der Kirche in Hohenbachern. Leo war schon vorher dort, hat alle Gäste begrüßt und auf mich gewartet. Mit der obligatorischen Verspätung bin ich dann auch in Hohenbachern eingetroffen und mit meinem Papa in die Kirche einmarschiert.
Barbara und Lena haben den Gottesdienst musikalisch gestaltet und es war genauso wie ich es mir erträumt habe. Ich finde, die Art der Musik hat zu unserer Art und unserer Hochzeit gepasst - wirklich genau richtig.
Wir wurden sehr nett von Hr. Prof. Dr. Gründel begrüßt und haben so gleich noch ein bischen über den geschichtlichen Hintergrund der Kirche in Hohenbachern erfahren. Pastor Uwe Mackfeld hat die Predigt und die Trauung gehalten und ich war sehr berührt von der Persönlichkeit der Worte, die uns auf unseren gemeinsamen Weg mitgegeben wurden.

Während der Kirche hat es in Strömen geregnet und von meinem Platz aus habe ich immer am Kirchenfenster gesehen, wie das Wasser in Bächen an ihm herunterläuft. Am Ende des Gottesdienstes hat Pastor Mackfeld dann gesagt, dass wir jetzt hinaus gehen würden zum Gratulieren... ich hab nur gedacht, wir gehen jetzt raus und wahrscheinlich sofort wieder rein, weil es ja immer noch so stark regnet ...
Wir sind also rausgegangen - und da war kein Tröpfchen Wasser mehr... :-)

Nach der Konvoifahrt zur Tenne in Kirchdorf konnten wir sogar den Sektempfang draussen machen. Es war wirklich toll!
Mir ist total das Zeitgefühl abhanden gekommen. Die Stunden sind soooo schnell verflogen ... zum Glück mussten wir uns um nichts mehr kümmern und konnten unser Fest so in vollen Zügen genießen. Ich hätte gern noch viel mehr getanzt, noch viel mehr Hochzeitstorten angeschnitten, viel mehr mit allen unseren Gästen geredet und viel mehr gegessen. (Vor allem das Essen fiel mir mit der Aufregung und dem - sagen wir mal: sehr passgenauen - Kleid sehr schwer. Was ich schon am nächsten Tag stark bereut habe!)

Die Bedienungen und die ganze Betreuung durch den Oberwirt in Kirchdorf waren einfach rundum perfekt. Immer lieb, immer freundlich, zackig und auch um halb 4 Uhr morgens hatten die Ärmsten noch ein Lächeln auf den Lippen. Alle unsere Wünsche und Vorstellungen wurden berücksichtigt und wir haben zudem viele gute Tipps und Ratschläge bekommen.

Mit den letzten Gästen haben wir gegen halb 4 die Tenne verlassen. Ich war schon sehr, sehr müde - schließlich hab ich die Nächte zuvor schlecht geschlafen und musste an diesem Samstag morgen schon um halb 7 aufstehen.
Wir hatten das Angebot von Gina angenommen und wollten in ihrem kleinen, schnuckeligen Wohnwagen an der Stoibermühle (Freisinger Badesee) übernachten. Also haben wir uns von Kirchdorf auf den Weg nach Freising gemacht, um dann dort vor Barbara und Gina (mit Wohnwagen als Anhänger) zum See zu fahren. Die Lichter ihres Autos hab ich immer im Rückspiegel gesehen - und plötzlich waren sie weg!
Wir haben uns sehr gewundert, es gibt nähmlich nur den einen einzigen Weg zur Stoibermühle ... na ja - wir waren müde und sind einfach weitergefahren bis wir schließlich am verabredeten Plätzchen am See ankamen. Wir warteten ...
Da tauchte Barbara mit ihrem Suzuki-Samurai auf - ohne Gina und: - ohne Wohnwagen!
Sie meinte zu mir: "Miriam, jetzt halt mal die Luft an und zähl bis 10. - Nicht aufregen! - Die Jungs haben den Wohnwagen nicht richtig angekuppelt und bei einer Bodenwelle hat er sich aus der Kupplung gelöst, verselbstständigt und ist den Hang rückwärts runter in einen Kartoffelacker gerollt!"
Was blieb uns anderes übrig, als zum Ort des Geschehens zurückzufahren ...
Der Leo hat die Turnschuhe angezogen und die Hochzeitsanzugshose hochgekrempelt und hat mit der Gina den Wohnwagen geschoben, während die Barbara mit ihrem kleinen starken Suzuki vorne gezogen hat. - Das alles war gegen 4.15 Uhr morgens ...
Wir haben es tatsächlich geschafft das Kleinod aus dem Kartoffelacker zu hieven! - Und zur Stoibermühle hats der Wohnwagen dann auch noch geschafft! :-)

Im Nachhinein verbinden sich die einzelnen Eindrücke und Situationen des Tages zu einem großen Ganzen. Zu einem einzigen Hochzeitsgefühl.
Wir hoffen sehr, dass es unseren Gästen genauso gut gefallen hat wie uns. Für uns wird dieser Tag immer unvergesslich bleiben!

Kirchliche Hochzeit

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